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Mein L'OCCITANE Liebling: Immortelle Crème Précieuse

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***Sponsored Post*** Manchmal gibt es im Leben kleine oder auch große Wendepunkt, im Dezember war einer für mich. L'OCCITANE hatte mich angesprochen, ob ich bei einer Bloggeraktion in Deutschland mitmachen möchte....
Haarsachen März 2015

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Derzeit bin ich mit der Fülle an neuen Haarprodukten und chronischem Zeitmangel ein wenig überfordert. Das muss halt alles ausprobiert werden (freut euch auf drei weitere Pflegeserien, zwei Kopfhautseren und...
Mein L'Occitane Lieblingsprodukt - neugierig?

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Korres Bellflower/Tangerine/Pink Pepper

Korres Bellflower/Tangerine/Pink Pepper

Zwei neue Düfte von Korres. Janne schwärmt immer noch vom Velvet Orris (habe ich auch kürzlich in ihrem Bad entdeckt), mir fehlte noch "mein" Korresduft. Aber einer der beiden neuen,...
QMILK

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Diesen Beitrag wollte ich schon vor Monaten schreiben, aber wie es dann immer so ist... aber nun: eine Creme mit Hauptbestandteil Milch. Und ein schönes Gesichtsöl. Das Ganze stammt von...

Eine wunderbare Neuentdeckung: Herr Merse bricht auf, oder

nicht auszudenken, wenn mir dieses Buch entgangen wäre! Zum Glück kennt der Vater meines Sohnes die Autorin persönlich, ich meine, er ist eng mit ihr befreundet, ich kenne sie nur flüchtig vom Kinderbringen und Kinderabholen, und hat mir rechtzeitig Bescheid gesagt, weil er weiß, wie gerne ich lese.

Die Autorin ist Literaturwissenschaftlerin und Psychologin und begeistert von Musik, und diese drei Eigenschaften (und vermutlich noch viele mehr, die ich aber nicht kenne) vereinen sich in diesem Buch auf das Wunderbarste zu einer inspirierten, humorvollen Erzählung über die Reise des Protagonisten nach Sylt und vor allem zu sich selbst. Ein Hornist (schwieriges Instrument!) ist kleiner Bruder einer dominanten Schwester. Er sucht sich eine Frau, die ähnlich rustikal wie seine Schwester mit ihm umgeht und fällt nach dem (voraussehbaren) Scheitern dieser Ehe in eine tiefe Depression, die ihn in die Klinik und die Behandlung mit Psychopharmaka treibt. Dies alles wird aber keineswegs tief betroffen vermittelt, nein, Herr Merse bricht ja auf. Und zwar mit Horn in die Ferien an der Nordsee, wobei er bereits im Zug eine ganz andere Frau kennen lernt, eine eher “ungefähre”, in die er sich unglaublich verliebt. Und zu einer Reise in sein Innenleben, die das Schönste ist, was ich seit langem gelesen habe.

In der Begegnung mit dieser Frau und unter Aufnahme einer nahen (naturgemäß imaginären) Beziehung zu Johannes Brahms, der ihm Gesellschaft und Gesprächspartner ist, sowie  mit dem Musilschen Mann ohne Eigenschaften als Orakel (indem er jeweils eine zufällig ausgewählte Seite liest) ergründet Herr Merse sein Leben, und zwar wie er alles tut, in seinem Tempo und mit Beharrlichkeit. Mehr wird nicht verraten, ich hoffe, ich habe euch neugierig genug gemacht.

Es ist ein beeindruckendes, fabelhaftes, unglaublich witziges und  schön geschriebenes Buch, ich war traurig wie ein Kind und wie schon lange nicht mehr, als es zuende war. Ich hoffe, dass Karin Nohr, die so spät angefangen hat zu schreiben, uns noch mehr Bücher wie dieses liebevolle Kunstwerk schenkt. Wie ich gehört habe (alles Klatsch und Tratsch) soll das zweite Buch schon fertig sein, das dritte in Planung. Bis dahin: Bitte kaufen, bitte in ein ruhiges Wochenende mitnehmen und bitte in Ruhe lesen!

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2 Kommentare zu Eine wunderbare Neuentdeckung: Herr Merse bricht auf, oder

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