Das gibt es demnächst:

  • Haarsachen Juli 2014
  • Was wurde eigentlich aus… Korres Velvet Orris?
  • Die stille Frau, oder

Tests Gesichtspflege (Serum, Creme,...)

Clinique smart custom-repair serum

Clinique smart custom-repair serum

Hellseherische Fähigkeiten bezogen ganz speziell auf meine persönlichen Hautverhältnisse und gezieltes Reperaturwerkzeug in einem: Ja, das will ich! Und genau das verspricht mir das neue, smarte custom-repair serum von Clinique....

Feuchtigkeit – satt!

Feuchtigkeit – satt!

Ich bleibe trotz aller Widrigkeiten in Form von verführerischen neuen Testprodukten und koreanischen Wundertinkturen meinem Vorsatz treu, eine kleine Testpause einzulegen (zumindest im Gesicht) und meine Bestände zu reduzieren. Jetzt...

Verso Dark Spot FX

Verso Dark Spot FX

Guten Morgen. Ich hoffe, Leserin und Leser haben Kaffee oder Tee zur Hand, das hier könnte etwas länger werden. Verso Dark Spot Fix…von der Möglichkeit es zu testen, war ich (natürlich)...

Melvita Pulpe de Rose

Melvita Pulpe de Rose

Wenn es neue Texturen oder raffinierte Kombiprodukte zu entdecken gibt, bin ich kaum zu halten. Ich bin ein echter Junkie, was diese Dinge betrifft. Gele, die auf der Haut zu...

Pinatura

Pinatura

Das hier war die zweite sehr erfreuliche "Hallo"-Mail in der letzten Zeit. Ich freue mich immer, wenn mir kleine, (noch) unbekannte Firmen schreiben und in diesem Fall hatte ich sogar...

Gedanken

18.07.2014

Was ich noch mitteilen wollte... Erwähnte ich schon, dass ich Ebay nicht so schlecht finde? Ich habe diese Woche nach intensiver...

Glücksprojekt: Nagellack

Im Rahmen des Glücksprojekts habe ich auch darüber nachgedacht, was ich eigentlich genau an Pflege- und Makeup-Produkten mag und was...

08.07.2014

Ich bin kein Fußballfan. Punkt. Ich freue mich, wenn Borussia gewinnt, aber das ist Lokalkolorit, in Dortmund freut sich jeder,...

Glücksprojekt: Die 1-Minuten-Regel

Das Glücksprojekt verlangte eine Menge Vorarbeit, zunächst natürlich das Buch lesen, einen eigenen Plan aufmachen, über die grundlegenden Dinge nachdenken...

Verrücktheiten auf dem Sofa

Sonntagabend, 22 Uhr. Kinder sind im Bett, mein Mann liest Zeitung, dazu läuft Nick Cave (eine Live CD) und ich...

Feuilleton

Kino: Monsieur Claude und seine Töchter

Wir waren gestern im Kino. Und haben Tränen gelacht. Im Film geht es um Monsieur Claude und seine Frau, die gutbürgerlich...

Kino: Rückblick Berlinale

Auch dieses Jahr hieß es wieder: Einmal um die Welt mit der Berlinale. Oder: viereckige Augen Dafür setze ich mich nur...

Zwei Bücher über Magersucht, ein ernstes Thema, oder

versteht eine von euch dieses immer gehäufter auftretende Phänomen? Ich nicht so richtig, aber ich dachte, ich versuche es mal...

Kino: Wir sind die Neuen

Bevor wir zum Film kommen habt Ihr es vielleicht schon bemerkt: wir haben eine neue Gastautorin. Sabeene versorgt uns künftig...

Ein Schmöker für die Hängematte, Regentage oder

einfach mal dann, wenn es nicht so anspruchsvoll sein muss. Weit weg und ganz nah heißt das neue Buch von...

Eine wunderbare Neuentdeckung: Herr Merse bricht auf, oder

nicht auszudenken, wenn mir dieses Buch entgangen wäre! Zum Glück kennt der Vater meines Sohnes die Autorin persönlich, ich meine, er ist eng mit ihr befreundet, ich kenne sie nur flüchtig vom Kinderbringen und Kinderabholen, und hat mir rechtzeitig Bescheid gesagt, weil er weiß, wie gerne ich lese.

Die Autorin ist Literaturwissenschaftlerin und Psychologin und begeistert von Musik, und diese drei Eigenschaften (und vermutlich noch viele mehr, die ich aber nicht kenne) vereinen sich in diesem Buch auf das Wunderbarste zu einer inspirierten, humorvollen Erzählung über die Reise des Protagonisten nach Sylt und vor allem zu sich selbst. Ein Hornist (schwieriges Instrument!) ist kleiner Bruder einer dominanten Schwester. Er sucht sich eine Frau, die ähnlich rustikal wie seine Schwester mit ihm umgeht und fällt nach dem (voraussehbaren) Scheitern dieser Ehe in eine tiefe Depression, die ihn in die Klinik und die Behandlung mit Psychopharmaka treibt. Dies alles wird aber keineswegs tief betroffen vermittelt, nein, Herr Merse bricht ja auf. Und zwar mit Horn in die Ferien an der Nordsee, wobei er bereits im Zug eine ganz andere Frau kennen lernt, eine eher “ungefähre”, in die er sich unglaublich verliebt. Und zu einer Reise in sein Innenleben, die das Schönste ist, was ich seit langem gelesen habe.

In der Begegnung mit dieser Frau und unter Aufnahme einer nahen (naturgemäß imaginären) Beziehung zu Johannes Brahms, der ihm Gesellschaft und Gesprächspartner ist, sowie  mit dem Musilschen Mann ohne Eigenschaften als Orakel (indem er jeweils eine zufällig ausgewählte Seite liest) ergründet Herr Merse sein Leben, und zwar wie er alles tut, in seinem Tempo und mit Beharrlichkeit. Mehr wird nicht verraten, ich hoffe, ich habe euch neugierig genug gemacht.

Es ist ein beeindruckendes, fabelhaftes, unglaublich witziges und  schön geschriebenes Buch, ich war traurig wie ein Kind und wie schon lange nicht mehr, als es zuende war. Ich hoffe, dass Karin Nohr, die so spät angefangen hat zu schreiben, uns noch mehr Bücher wie dieses liebevolle Kunstwerk schenkt. Wie ich gehört habe (alles Klatsch und Tratsch) soll das zweite Buch schon fertig sein, das dritte in Planung. Bis dahin: Bitte kaufen, bitte in ein ruhiges Wochenende mitnehmen und bitte in Ruhe lesen!

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