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  • Wie wir so urteilen über andere und was das mit uns macht, oder

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Bärbel Drexel Power-Lift Konzentrat und Gesichtsfluid

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Die PR-Abteilung von Bärbel Drexel hatte mich angeschrieben und ich war neugierig. Ich habe ja schon mal erzählt, dass ich auf Dienstreisen abends gerne faul im Bett liege und Shoppingsender schaue,...
Haarsachen im Januar 4

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Kommen wir noch mal zum Thema Volumen... Ich bin mir nicht mehr sicher, was ich mir bei dem Photo genau gedacht habe, die zwei passen so gar nicht zusammen - außer...
Eyeko Me & My Shadow

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Manchmal habe ich das Gefühl, ich habe im Lauf der letzten zwanzig Jahre einfach zu viel Schminke gesehen. Wenn ich an frühere Jagd- und Kauforgien (MAC Limited Editions! Calvin Klein...
Clinique Aromatics in White

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Gibt es hier Fans von dem Clinique-Klassiker Aromatics Elixir? Ich gestehe: ich mochte es noch nie. Zum einen den Duft an sich und zum anderen ist es der Lieblingsduft einer...
Haarsachen im Januar 3

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Kommen wir zu Stylingprodukten... auch hier Sammlung über die letzten Wochen und Monate.  Das Produkt rechts auf dem Photo kennt ihr schon, ich habe es im Oktober vorgestellt (Link) und benutze...

Eine wunderbare Neuentdeckung: Herr Merse bricht auf, oder

nicht auszudenken, wenn mir dieses Buch entgangen wäre! Zum Glück kennt der Vater meines Sohnes die Autorin persönlich, ich meine, er ist eng mit ihr befreundet, ich kenne sie nur flüchtig vom Kinderbringen und Kinderabholen, und hat mir rechtzeitig Bescheid gesagt, weil er weiß, wie gerne ich lese.

Die Autorin ist Literaturwissenschaftlerin und Psychologin und begeistert von Musik, und diese drei Eigenschaften (und vermutlich noch viele mehr, die ich aber nicht kenne) vereinen sich in diesem Buch auf das Wunderbarste zu einer inspirierten, humorvollen Erzählung über die Reise des Protagonisten nach Sylt und vor allem zu sich selbst. Ein Hornist (schwieriges Instrument!) ist kleiner Bruder einer dominanten Schwester. Er sucht sich eine Frau, die ähnlich rustikal wie seine Schwester mit ihm umgeht und fällt nach dem (voraussehbaren) Scheitern dieser Ehe in eine tiefe Depression, die ihn in die Klinik und die Behandlung mit Psychopharmaka treibt. Dies alles wird aber keineswegs tief betroffen vermittelt, nein, Herr Merse bricht ja auf. Und zwar mit Horn in die Ferien an der Nordsee, wobei er bereits im Zug eine ganz andere Frau kennen lernt, eine eher “ungefähre”, in die er sich unglaublich verliebt. Und zu einer Reise in sein Innenleben, die das Schönste ist, was ich seit langem gelesen habe.

In der Begegnung mit dieser Frau und unter Aufnahme einer nahen (naturgemäß imaginären) Beziehung zu Johannes Brahms, der ihm Gesellschaft und Gesprächspartner ist, sowie  mit dem Musilschen Mann ohne Eigenschaften als Orakel (indem er jeweils eine zufällig ausgewählte Seite liest) ergründet Herr Merse sein Leben, und zwar wie er alles tut, in seinem Tempo und mit Beharrlichkeit. Mehr wird nicht verraten, ich hoffe, ich habe euch neugierig genug gemacht.

Es ist ein beeindruckendes, fabelhaftes, unglaublich witziges und  schön geschriebenes Buch, ich war traurig wie ein Kind und wie schon lange nicht mehr, als es zuende war. Ich hoffe, dass Karin Nohr, die so spät angefangen hat zu schreiben, uns noch mehr Bücher wie dieses liebevolle Kunstwerk schenkt. Wie ich gehört habe (alles Klatsch und Tratsch) soll das zweite Buch schon fertig sein, das dritte in Planung. Bis dahin: Bitte kaufen, bitte in ein ruhiges Wochenende mitnehmen und bitte in Ruhe lesen!

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2 Kommentare zu Eine wunderbare Neuentdeckung: Herr Merse bricht auf, oder

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